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Ein Jahr SolarAction – wohin geht die Reise?

Grosse Veränderungen haben die Schweiz, Europa, ja die ganze Welt erfasst. Klimawandel und Dekarbonisierung sind endlich auf der politischen Tagesordnung ganz oben. Befeuert von Krieg und Krisen fragen wir uns: Welche Energien haben Zukunft und wie gewährleisten wir die Versorgungssicherheit? Die Kampagne SolarAction von MYBLUEPLANET läuft nun seit einem Jahr im Kanton Zürich. Wo stehen wir? Was haben wir bewirkt? Und wohin soll die Reise gehen?

Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral werden. Dazu braucht es ehrgeizige Ziele und griffige Massnahmen. Die Photovoltaik ist eine tragende Säule in der Energiewende, der Zubau von Solaranlagen das Gebot der Stunde.

Wie gross ist die Solarfläche im Kanton Zürich?

Seit Mitte 2021 dokumentieren wir mit dem SolarTracker den Zubau von Solaranlagen in den Gemeinden im Kanton Zürich. Wir zeigen auf, wie viel Prozent des Solar-Potenzials auf Dachflächen für die Stromproduktion mit Photovoltaik (PV) Anlagen genutzt wird. Und für die Gemeinden, die ihre Ziele mit uns teilen, bilden wir in unserem Solartracker den Fortschritt ab.

Als einfach zu verstehende Grösse weisen wir die für PV-Anlagen genutzte Fläche in Quadratmetern aus. Und genau dieser Wert – m2 –  ist die Grundlage für die Gemeinde-Challenge, mit der wir vor einem Jahr gestartet sind:

«Schaffen wir es im Kanton Zürich weitere 1.5 Mio. m2 Solarpanels zur Stromerzeugung – das ist 1 m2 zusätzlich pro Einwohner:in – bis 2024 auf öffentlichen und privaten Dächern und Fassaden neu zu installieren?»

SolarAction – die Gemeindechallenge

MYBLUEPLANET wollten es wissen und starteten im Juni 2021 den Dialog mit Zürcher Städten und Gemeinden, lokalen Energiekommissionen, Stromwerken, Solargenossenschaften und anderen regionalen Energieakteuren. Das Anliegen der Kampagne SolarAction: die Gemeinden anzuregen, mit dem raschen Zubau von Photovoltaik-Anlagen die Energiewende spürbar voranzutreiben. Unser Argument: Mit keiner anderen Energiequelle lässt sich auf lokaler Ebene so rasch und so kostengünstig erneuerbaren Strom aus einheimischer Quelle produzieren. Das Potenzial liegt vielfach ungenutzt auf öffentlichen und privaten Dächern und Infrastrukturen. Beginnen die Gemeinden als Vorbilder zu agieren, zieht die Bevölkerung auch bald nach.

Doch es gibt noch eine zweite Komponente: die Gemeinde kann grösser denken als ein einzelner Hausbesitzer und kann die Energiewende nutzen, um den Gemeinschaftssinn zu stärken, indem sie ihre Bevölkerung einbezieht. Fragen wie «Können wir ein ganzes Quartier zu einem ZEV zusammenschliessen?», «Wie beziehe ich Mieter in die Energiewende ein?» oder «Brauchen wir einen Gemeindespeicher anstelle von privaten Speicherlösungen?» könnten gemeinsam angeschaut und diskutiert werden.

SolarAction – Die Kampagne für den raschen Ausbau von PV-Anlagen

Auf unserer einjährigen SolarAction-Reise durch den Kanton Zürich haben wir Gemeindevertreter:innen kennengelernt, die in Sachen netto-Null bereits vorbildliche und gezielt unterwegs sind und tatkräftig in den Ausbau von Solaranlagen investieren. Andere kamen wegen fehlender Ressourcen oder Kapazitäten nur schwer voran. Wir haben Menschen getroffen, die sich selbstlos in Solargenossenschaften engagieren und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern grossartige Solarprojekte realisieren. Und wir haben uns mit Solarprofis ausgetauscht und dabei versucht zu ergründen, warum es mit dem Ausbau von PV-Anlagen trotz allem so schleppend vorangeht.

SolarAction – darauf sind wir stolz

In einem Kampagnenjahr hat MYBLUEPLANET SolarAction

  • Zahlreiche Fachveranstaltungen und Anlässe besucht und sich mit allen wichtigen Solarakteuren im Kanton vernetzt
  • 1 Kampagnen-Website als Informations-Hub aufgebaut
  • 3 Webinare für Gemeindevertreter:innen durchgeführt
  • 1 Fach-Webinar für Architekten und Bauplanerinnen abgehalten
  • Mit Newsbeiträgen die Entwicklung der Photovoltaik in der Schweiz und speziell im Kanton Zürich kontinuierlich dokumentiert
  • 9 Leuchtturm-Reportagen zu spannenden Projektrealisationen erstellt
  • 5 Newsletter an Gemeindevertreter:innen und Solarinteressierte verschickt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben
  • 3 Gemeinden konkret bei Strategiefindung, Positionierung in Sachen Solarenergie oder bei der Kommunikation beraten
  • 19 Gemeinden in der Region Winterthur davon begeistert, mit einer gemeinsamen PV-Aktion den Zubau von Solaranlagen auf EFH zu erleichtern

Was hat sich verändert?

Dazu haben wir die Zahlen aus dem SolarTracker analysiert. Unser Fazit: Ok, es geht voran. Unsere Berechnungen ergeben immerhin den neuen Wert von 1.2 m2 PV-Fläche im Kanton Zürich, womit wir das erste Zwischenziel erreicht haben. Trotzdem liegt das kantonsweit genutzte Solarpotenzial weiterhin erst bei 5%, wie der Branchenverband Swissolar bestätigt. Damit hinkt Zürich, dem nationalen Durchschnitt (5,7%) hinterher.

SolarTracker

Als wir mit der Kampagne SolarAction starteten, herrschte in der Solarbranche trotz gut gefüllter Auftragsbücher wenig Euphorie. Aufwändige Bewilligungsverfahren, desinteressierte Energieversorger, wenig attraktive Einspeisevergütung hielten mache private Immobilienbesitzende von Solarinvestitionen ab. Kurz vor unserem Start lehnte das Volk das CO2-Gesetz überraschend und knapp ab. Es hätte die Schweizer Klimapolitik festlegen und endlich fördernde Rahmenbedingungen für den Solarausbau schaffen sollen. Wir sind trotzdem gestartet, um ein Signal zu setzen: lasst uns handeln!

Was auf nationaler Ebene scheiterte, gelang kurz darauf im Kanton Zürich. Die Änderung der Kantonsverfassung zum Klimaschutz (Energiegesetz) wurde hier deutlich angenommen. Endlich verfügte der Kanton Zürich über die politischen Rahmenbedingungen, die unter anderem auch dem raschen Zubau von PV-Anlagen zuträglich sind.

Hat die Kampagne SolarAction etwas dazu beigetragen?

Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht. Wir sind nur einer der vielen Akteure, die sich dem Klimaschutz und speziell der Förderung von Solarstrom verschrieben haben. Was wir aber deutlich sehen, ist, dass mittlerweile alle Gemeinden Handlungsbedarf erkannt haben. Beigetragen hat vermutlich die aufkeimende Angst vor einer Strommangellage, die laut Experten die Schweiz bereits im nächsten Winter erreichen könnte. Es ist auch eine Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, der uns die Abhängigkeit in Sachen fossiler Energien so deutlich vor Augen geführt hat. Das ist es, was uns alle antreibt, endlich mit der Energiewende vorwärtszumachen.

Seitdem das Thema Versorgungssicherheit die Energiediskussionen dominiert, ist die Nachfrage nach PV-Anlagen in der Schweiz regelrecht explodiert. Das bestätigt nicht nur der Branchenverband Swissolar, sondern auch jeder einzelne Solar-Installateur. Sie haben nicht nur die grosse Nachfrage zu bewältigen (Stichwort Fachkräftemangel), sondern auch die Beschaffung von Material und Komponenten, die sie für den Solarbau benötigt. Die Produktion von Solarpanels oder Wechselrichtern aus China werden von Corona-Lockdowns oder überlasteten Frachtkapazitäten ausgebremst. Und es fehlt mancherorts an Stahl und Aluminium. Rohstoffe, die traditionell in Ländern wie Russland oder Ukraine beschafft werden. Es kommt zu Preissteigerungen, längeren Projektlaufzeiten und Projektverzögerungen.

Im Solarmarkt Schweiz herrscht nun die Aufbruchstimmung, für die wir uns mit der Kampagne SolarAction eingesetzt haben. In einem nächsten Schritt gilt es nun, diese positive Energie sinnvoll zu nutzen und trotz aller Hürden wie Fachkräftemangel und Lieferengpässe mit klaren Visionen und guten Konzepten in den Gemeinden mit ihren Einwohner:innen die Wende voranzubringen.

Seit unserer Reise durch den Kanton Zürich haben wir viel erfahren, wo den Gemeinden der Schuh drückt, wo konkrete Begleitung hilfreich wäre und wo seitens Kanton oder Bund die Förderung intensiviert werden müsste. Mit unseren Webinaren und ergänzenden Newsbeiträgen wollten und wollen wir eine Austauschplattform bieten, um voneinander zu lernen und Ideen weiterzuentwickeln.

Auf Gemeindeebene sehen wir weiterhin die grössten Hebel, die zum raschen Zubau von PV-Anlagen führen. Gemeinden in ihren Vorhaben zu bestärken und zu begleiten, darin sehen wir weiter den grössten Nutzen für die Kampagne SolarAction im Kanton Zürich.

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PV-Aktion: Start in der Pilotregion Winterthur

Gibt es das: Ein Rundum-Sorglos-Paket, das den Bau einer Solaranlage für EFH-Besitzende deutlich erleichtert? Ab Ende August finden Infoanlässe für die Bevölkerung statt, die MYBLUEPLANET gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden organisiert. Interessierte Bauherrschaften erfahren mehr über das Angebot und lernen die Solar-Installateure kennen. Anlässe finden in Winterthur, Turbenthal, Hettlingen, Brütten, Wiesendangen und Lindau statt.

Mit der PV-Aktion richtet wir uns an Eigenheimbesitzer: innen (EFH) in der Region Winterthur, die sich jetzt für den Bau einer eigenen Solaranlage (Photovoltaik) interessieren und schon bald Solarstrom vom eigenen Dach produzieren möchten. Wir wollen ihren Planungsaufwand verringern und so den Ausbau von PV-Anlagen voranbringen.

«Rundum-sorglos-Paket»

Die PV-Aktion ist ein «Rundum-sorglos-Paket», ein attraktives Fix-Preis-Angebot für eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung zwischen 5 und 20 Kilowatt-Peak. Die Anlage wird von ausgewählten Solar-Installateuren sowohl für Flach-, Sattel-, Pult- oder Walmdächer geplant und entsprechend montiert.

Hausbesitzerinnen und -besitzer, die auf Solarstrom setzen, leistet nicht nur einen grossen Beitrag zum Klimaschutz, sie tragen auch zur Strom-Versorgungssicherheit bei. Der Bau einer Solaranlage ist eine sinnvolle und zukunftsgerichtete Investition für jedes Eigenheim.

Limitiertes Angebot

Das Aktionsangebot ist zeitlich limitiert. Es startet am 30. August 2022 und endet am 27. Januar 2023. In diesem Zeitraum können interessierte Hausbesitzende, die in einer der 19 teilnehmenden Gemeinden wohnen, bei einem der acht teilnehmenden Partnerunternehmen eine Solaranlage zum Fixpreis bestellen und Installationstermine bis Ende 2023 vereinbaren.

Informationsanlässe

Die Informationsanlässe für die Bevölkerung aller teilnehmenden Gemeinden finden wie folgt statt:

  • Winterthur (30. August)
  • Turbenthal (31. August)
  • Brütten (1. September)
  • Hettlingen (2. September)
  • Wiesendangen (7. September)
  • Lindau (8. September)

Veranstaltungsort und -beginn finden Sie in unserem Eventkalender.

 Interessierte Bauherrschaften erfahren,

  • was eine Solaranlage für Sie kostet
  • was die PV-Aktion Ihnen bringt
  • welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen
  • welche Solarexperten sich beteiligen

Mitmachende Gemeinden

Die PV-Aktion Region Winterthur richtet sich an die Einwohner:innen der Gemeinden Brütten, Dägerlen, Dinhard, Elgg, Elsau, Hagenbuch, Hettlingen, Illnau-Effretikon, Lindau, Neftenbach, Pfungen, Rickenbach, Seuzach, Schlatt, Turbenthal, Wiesendangen, Winterthur, Wila und Zell.

Helfen Sie uns zu planen!

Ich habe vor an folgende Infoveranstaltung zu kommen:

    Unsere Partner

    Weiterführende Informationen 

     

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    Prozessbegleitung Energie: Ein Angebot für Gemeinden

    Energiegemeinde der Zukunft

    Sie möchten eine klare Klimapolitik leben, haben jedoch zu wenig (personelle) Ressourcen in der Gemeinde, um diese umzusetzen? Ihnen fehlen die internen Strukturen, um Energiethemen übergreifend anzugehen? Sie planen, eine Energiekommission zu gründen? Dann könnte unsere Dienstleistung «Prozessbegleitung Energie» für Sie interessant sein.

    Politische Gemeinden sind wichtige Vorbilder und Multiplikatoren bei der Umsetzung der Energie- und Klimastrategien. Sie haben grosse Hebel im Umgang mit eigenen Liegenschaften, bei der Gestaltung und dem Vollzug der Bau- und Zonenordnung, beim ordentlichen Baubewilligungsverfahren oder bei der Entwicklung und Bewilligung von Gestaltungsplänen. Und sie haben immer auch eine Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung: Gemeinden können nicht Wasser predigen und Wein trinken.

    Während einige Gemeinden schon viel gemacht und erreicht haben, fehlt es bei andern vor allem an Personal und finanziellen Mitteln, um notwendige Aufgaben in Angriff zu nehmen.

    Hier setzt MYBLUEPLANET an: Im Sinne einer absolut notwendigen Beschleunigung der energetischen und klimatechnischen Massnahmen können die kommunalen Verwaltungen und die Politik auf ein breit gefächertes Angebot für die Prozessbegleitung von SolarAction zurückgreifen.

    Unser Angebot lebt von Erfahrungen aus diversen Gemeinden, die mit teilweise kleinem Budget viel erreichen konnten. Oft beginnt die Reise damit, die richtigen Leute an einen Tisch zu bringen.

    Unser Basisangebot «Prozessbegleitung Energie» umfasst folgende Leistungen:

    • Erstes Meeting mit Gemeinderat / Verwaltung: Zielsetzungen, Rahmenbedingungen, Vorgehen, Leistungen etc.
    • Erstellung «Letter of intent» zwischen Gemeinde und SolarAction
    • Erstellung Factsheet Gemeinde: Energie- und Klimastrategie
    • Gespräch (2-3h) mit Verwaltung / Gemeinderat: Bedürfnisse, Massnahmen
    • Gespräch (2-3h) mit Verwaltung / Gemeinderat: Vorgehen zur Erstellung Energie- und Klimastrategie
    • Unterstützung bei der Erstellung einer Energie- und Klimastrategie: gemeindeintern oder mit externer Unterstützung

    Das Basispaket «Prozessbegleitung Energie» bieten wir pauschal zu CHF 1’500.- exkl. MWSt. an; zahlbar mit der Unterzeichnung eines Letter of intent. Auf Wunsch können weitere Dienstleistungen hinzu gebucht werden.

    Wichtig: SolarAction erbringt keine Planungsleistungen. Unsere Coaches sind erfahrene Experten aus der Energiebranche. Sie freuen sich über Ihre Anfrage!

    Interessiert? Wir helfen gerne weiter.

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      Regionale PV-Installateure für PV-Aktion gesucht

      Genossenschafter auf dem Dach für Solaranlage

      SolarAction sucht regional verbundene Solar-Installateure, welche die Aktion in und um Winterthur als aktive Partner unterstützen und die Photovoltaikanlagen installieren wollen.

      SolarAction führt von September bis Dezember 2022 zusammen mit den Gemeinden Brütten, Dägerlen, Dinhard, Elgg, Elsau, Hagenbuch, Hettlingen, Illnau-Effretikon, Lindau, Neftenbach, Pfungen, Turbenthal, Rickenbach, Seuzach, Schlatt, Wiesendangen, Wila, Winterthur und Zell eine PV-Aktion durch, um die Stromerzeugung aus Sonnenenergie zu forcieren.

      Die Aktion bietet Hausbesitzenden ein attraktives Pauschalangebot für eine qualitativ hochwertige PV-Anlage. Mit diesem Standard-Paket bekommen sie eine PV-Anlage schlüsselfertig und betriebsbereit auf ihr Dach installiert.

      Im Rahmen der Ausschreibung geben alle teilnehmenden PV-Installateure ihre Offerte über das Standardpaket ab. Der Preis für das Standard-Paket wird aus allen Einsendungen ermittelt und eine Vereinbarung mit den Installateuren getroffen.

      Sind Sie als ausführender Installateur daran interessiert, an der Aktion teilzunehmen? Dann senden Sie uns Ihre Kontaktdaten bis am 24.03.2022 an pvaktion@myblueplanet.ch.Wir senden Ihnen Ende März die Ausschreibungsunterlagen zu.

      Vielen Dank!

      Weitere Informationen & Anmeldung:
      MYBLUEPLANET
      SolarAction
      Ina Paschen Kampagnenleitung SolarAction
      pvaktion@myblueplanet.ch

      PV-Aktion: Start in der Pilotregion Winterthur

      Start in der Pilotregion Winterthur

      Good News für die erste PV-Aktion in der Region Winterthur. Das grosse Interesse an der PV-Aktion ist überwältigend. Mit an Bord sind die Gemeinden Brütten, Dägerlen, Dinhard, Elgg, Elsau, Hagenbuch, Hettlingen, Illnau-Effretikon, Lindau, Neftenbach, Pfungen, Turbenthal, Rickenbach, Seuzach, Schlatt, Wiesendangen, Wila, Winterthur und Zell.

      Damit ist klar: Im Februar 2022 starten wir mit den Vorbereitungsarbeiten für die erste PV-Aktion für die Region Winterthur.

      Doch was genau ist eine PV-Aktion? Wie will sie den Zubau von privaten Photovoltaik-Anlagen im Kanton Zürich vorantreiben? Und wie können Sie sich mit Ihrer Gemeinde daran beteiligen? Lesen Sie in unserem Beitrag und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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        Regionale PV-Aktion für Gemeinden

        PV-Anlagen im Dorf: Quelle: https://www.dms-gruppe.de/kleine-direktvermarktung-ein-neues-erloesmodell-fuer-post-eeg-anlagen/

        Was ist die PV-Aktion von SolarAction?

        Die regionale PV-Aktion von SolarAction ist ein Angebot für Gemeinden im Kanton Zürich. Ziel des Angebots ist es, Besitzer: innen von Einfamilienhäusern ein einfach verständliches, preisattraktives Angebot zu bieten, mit dem sie ihren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik, leisten können.

        Im Rahmen einer Aktion, welche in der Regel über einen Zeitraum von 3-4 Monaten andauert, können interessierte Bauherren ein kostenattraktives «Rundum-sorglos-Paket» erwerben. Hierbei handelt es sich um ein Pauschalangebot für eine qualitativ hochwertige PV-Anlage. Dadurch vereinfacht es den EFH-Besitzer: innen den Weg zur eigenen PV-Anlage. Gemeinden leisten so nicht nur aktiv einen Beitrag zur Energiewende, sondern profitieren auch von einem guten Image, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus reicht.  

        Wie entsteht eine PV-Aktion?

        Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad mit PV-Aktionen zu erzielen, evaluiert SolarAction geographisch zusammenhängende Regionen im Kanton Zürich. Eine erste PV-Aktion wird dieses Jahr in der Region Winterthur stattfinden. Dazu stehen wir in Kontakt mit einigen Gemeinden am rechten Zürichsee Ufer, u.a die Gemeinden Meilen und Küsnacht und Herrliberg. Je mehr Gemeinden an der Photovoltaik-Aktion mitmachen, desto kostenattraktiver wird diese für jede einzelne.

        Dass so eine PV-Aktion tatsächlich funktioniert, hat unser Partner, die Energieagentur St. Gallen, in Kooperationen mit Gemeinden, Regionen und Solarprofis schon mehrfach bewiesen. SolarAction hat Philipp Egger, den Geschäftsleiter der Energieagentur St. Gallen, in einem Gemeinde-Webinar zu seinen Erfahrungen befragt. Das Webinar wurde aufgezeichnet und kann am Ende dieses Beitrages nachgeschaut werden. 

         

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          SolarTracker: Die neuen Daten sind da!

          SolarTracker Solarvision Kanton Zürich


          Unser SolarTracker ist ein wichtiges Instrument zur Messung des Fortschritts vom PV-Zubau im Kanton Zürich. Quartalsweise erhalten wir neue Daten von unserem Partner geoimpact. Nun ist es wieder soweit: Wir haben die Daten per 30. September aktualisiert.

          Im SolarTracker wird das genutzte Solarpotenzial sowie das dadurch eingesparte CO2-Equivalent jeder Gemeinde festgehalten. Zudem können Gemeinden ihre Solarvision melden und sehen ihren erreichten Fortschritt direkt auf dem Tracker. So können sich Gemeinden gegenseitig anspornen und Erfolge feiern.

          Wie weit Ihre Gemeinde schon gekommen ist können Sie direkt auf dem SolarTracker einsehen. Wir gratulieren allen zu den tollen Fortschritten und laden auch weitere Gemeindevertreter:innen dazu ein, ihre Solarziele zu melden.

          Weiterführende Informationen

          > Eine Anleitung zur konkreten Solarvision
          > Mehr Infos zu unserem SolarTracker



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          Energiestadt Winterthur kooperiert mit SolarAction

          Die Energiestadt Winterthur ist einer der ersten Partner der Kampagne SolarAction von MYBLUEPLANET. Im Interview mit Stadtrat Stefan Fritschi, Vorsteher Departement Technische Betriebe, erfahren Sie, was er anderen Gemeinden im Kanton Zürich mit auf den Weg geben möchte.


          Herr Fritschi, wie passt die Kampagne SolarAction zur Energiestrategie der Stadt Winterthur?

          Die Kampagne passt gut, da der Zubau an Fotovoltaikanlagen in der Stadt Winterthur eine der zahlreichen Massnahmen des neuen Energie- und Klimakonzeptes Netto Null der Stadt Winterthur ist und daher intensiviert werden soll. Erklärtes Ziel der Stadt ist es, mehr erneuerbare Energie lokal selber zu produzieren. Ausserdem sollen auf Dächern der Stadtverwaltung bis ins Jahr 2025 hundert zusätzliche Fotovoltaikanlagen entstehen.

          «Durch SolarAction entsteht mit einer ambitiösen Vision, die einfach verständlich ist, ein zusätzlicher Motivationsschub in der Öffentlichkeit»

          Durch SolarAction entsteht mit einer ambitiösen Vision, die einfach verständlich ist, ein zusätzlicher Motivationsschub in der Öffentlichkeit. Sie dient als Ansporn, möglichst viel zu erreichen und möglichst nahe an die Vision heranzukommen. Die Vision von SolarAction lautet: Zubau von 1 m2 zusätzlicher Fläche an Fotovoltaik pro Einwohnerin und Einwohner bis Ende 2024. Ausserdem entspricht SolarAction sehr gut dem Förderprogramm Energie Winterthur. Deshalb wird die Kampagne mit jährlich 30’000 Franken über die nächsten drei Jahre aus dem Förderprogramm finanziell unterstützt.


          Zu welchem Solarziel hat sich die Stadt Winterthur bekannt?

          Die Stadt Winterthur verfolgt zwei Ziele: Wie soeben dargestellt, 100 zusätzliche Fotovoltaikanlagen auf Dächern der Stadtverwaltung bis 2025 und bis 2028 Ausbau der Leistung städtischer und privater PV-Anlagen in Winterthur auf 24 MWp (Stand 2021: 19 MWp). Mit SolarAction verfolgt die Stadt zusätzlich im Sinne eines kollektiven Ansporns die Vision von 110’000 m2 Fotovoltaikfläche zusätzlich in Winterthur bis Ende 2024, d.h. eine Verdoppelung gegenüber heute.


          Hat die Stadt konkrete Pläne, wie sie den Zubau der PV-Anlagen auf eigenen Gebäuden in diesem Zeitraum vorantreiben will?

          Ja, es hat bereits eine Evaluation des Potenzials städtischer Dächer gegeben. Es besteht ein Zubauplan bis 2025. Aktuell ist Stadtwerk Winterthur daran, die reglementarischen Grundlagen zu erarbeiten und die notwendigen internen sowie administrativen Prozesse aufzustellen, um möglichst effizient die Dächer mit Fotovoltaikanlagen zu bestücken. Einzelne Anlagen wurden bereits gebaut, andere sind in der Ausführungsplanung und zahlreiche andere sind in der Pipeline.


          Wie planen Sie, auf die Einwohnerinnen und Einwohnern oder Betriebe zuzugehen, damit der Ausbau von PV-Anlagen spürbar Fahrt aufnimmt? Gibt es bereits bestehende Angebote oder werden neue geschaffen?

          In Winterthur gibt es mehrere Angebote bezüglich Solarstrom und Fotovoltaik. Für Einfamilienhäuser haben wir das Produkt e-Solardach.Single, ein rundum-sorglos-Paket, bei dem Stadtwerk Winterthur die Finanzierung, den Bau und Betrieb einer Fotovoltaikanlage übernimmt. Bei grossen Gebäuden ist ein PV-Contracting möglich, ein Angebot ähnlich jenem für Einfamilienhäuser, einfach einige Dimensionen grösser. Eigenverbrauchsgemeinschaften bieten wir unser Produkt e-Abrechnung.Komfort, sodass der Hausverwaltung, der Eigentümer- und Mieterschaft der ganze administrative Aufwand rund um die Verrechnung innerhalb der Hausgemeinschaft erspart bleibt. Diesen übernimmt Stadtwerk Winterthur. Wer eine Fotovoltaikanlage auf seinem Haus besitzt, dem vergütet Stadtwerk Winterthur die Rücklieferung des Solarstroms zu einem attraktiven Preis. Und nicht zuletzt ist es in Winterthur möglich, auch für Mieterinnen und Mieter, das Solarstromprodukt e-Strom.Gold zu wählen und einen beliebigen prozentualen Anteil des eigenen Strombedarfs mit Winterthurer Solarstrom zu decken. Wir tun also schon einiges.

          «SolarAction ist  für uns eine wertvolle Ergänzung und Verstärkung der laufenden Massnahmen»

          Doch wir wollen mehr. Oft kann aus wirtschaftlichen Gründen nicht die ganze zur Verfügung stehende Dachfläche mit PV-Modulen belegt werden. Deshalb überarbeiten wir zurzeit das Förderprogramm Energie Winterthur, um die Belegung ganzer Dächer mit einer Fotovoltaikanlage attraktiver zu machen. Dies alles wird bereits heute mit gezielten Informations- und Marketingkampagnen begleitet, z.B. werden Informationsveranstaltungen durchgeführt. Unter anderem unterstützen auch Partnerschaften mit Organisationen – wie beispielsweise MYBLUEPLANET mit der Kampagne SolarAction – die Ansprache von Bevölkerung und Unternehmen. Sie unterstützen die Bemühungen von Stadt und Stadtwerk Winterthur, breite Kreise für Solarstrom und Fotovoltaikanlagen zu sensibilisieren und interessieren. Das gemeinsame Ziel ist, die Produktion erneuerbarer Energie in Winterthur zu erhöhen. SolarAction ist deshalb für uns eine wertvolle Ergänzung und Verstärkung der laufenden Massnahmen.


          Was würden Sie anderen Gemeinden mit auf dem Weg geben, warum eine Beteiligung an der Kampagne SolarAction hilfreich sein könnte?

          Die Gemeinden sind bezüglich Klimaverträglichkeit der Energieversorgung heute sehr gefordert. Die Energiewende ist eine Realität, die es umzusetzen gilt. Der Weg dorthin ist herausfordernd, der öffentliche Druck gross, die finanziellen und personellen Ressourcen einer Verwaltung jedoch beschränkt.

          «Das Eingehen von Partnerschaften erhöht die Schlagkraft und führt schneller zum Ziel»

          Die Kampagne SolarAction ist eine wertvolle Unterstützung, wenn eine Gemeinde Solarstrom stärker in der Gemeinde verankern will oder erst dazu aufbricht, Fotovoltaikanlagen zu fördern. SolarAction kann massgeschneidert auf die Bedürfnisse und Ziele einer Gemeinde ausgestaltet werden. Myblueplanet als Organisation kann mit SolarAction ganz andere Wege als eine Gemeindeverwaltung beschreiten, um die breite Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren. Mit kreativen Ideen erregt sie Aufmerksamkeit. Das Eingehen von Partnerschaften erhöht die Schlagkraft und führt schneller zum Ziel.

          Weiterführende Informationen:

          > Energiestadt Winterthur Angebot Fotovoltaik für Privatkunden
          > Energiestadt Winterthur Angebot Fotovoltaik für Geschäftskunden


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          Eine Anleitung zur Solarvision

          Die Vision der Kampagne SolarAction ist es, innerhalb von 3 Jahren im Kanton Zürich pro Einwohner:in 1 m2 an PV-Anlagen neu zu bauen. Dieses ambitionierte Vorhaben wollen wir gemeinsam mit dem Kanton, den Gemeinden und den Städten verwirklichen. Daher ermutigen wir Gemeindevertreter:innen, ihre Solarvision für 2024 zu formulieren. Gerne rechnen wir die Vision in m2 um und nehmen sie in unseren SolarTracker auf. So können die Einwohner des Kantons die Fortschritte im PV-Zubau hautnah mitverfolgen und Gemeinden sich gegenseitig anspornen.


          Alles beginnt mit einer Vision!

          Visionen sind wichtig. Sie konkretisieren die Bestrebungen – in unserem Fall den Zubau von PV-Anlagen – und schaffen so Klarheit über das Vorgenommene. Zudem haben Visionen einen motivierenden Charakter: sie bilden einen wünschenswerten, zukünftigen Zustand ab, auf den wir hinarbeiten können, und bieten dadurch Orientierung in unsicheren Zeiten.


          Solar-Strategie: Vom vagen Vorsatz zur konkreten Zahl

          Eine griffige Vision zu formulieren, ist anspruchsvoll. Beginnen Sie mit dem Jetzt, mit dem, was Sie bereits haben.

          • Welche Solaranlagen sind in Ihrer Gemeinde bereits heute geplant?

          • Wie schnell erfolgte der Zubau von PV-Anlagen in den vergangenen Jahren etwa?

          • Lassen sich daraus Ziele für Sie ableiten?

          • Oder haben Sie schon ein Ziel formuliert?

          Die Zahl, die sich etwa anhand der Antworten auf diese Fragen ergibt, bildet dann das Fundament für die Solarvision bis 2024. Diese Zahl kann grosszügig aufgerundet werden, da in den kommenden Monaten und Jahren noch neue Projekte aus nicht-öffentlicher Hand hinzukommen werden und da die Zuwachsrate der vergangenen Jahre deutlich erhöht werden soll. Nur so können wir das übergeordnete Ziel – die Klimaneutralität bis 2040 – realisieren.


          Solarbau: Fortschritt messen, Erfolge feiern

          Wir verwenden m2 als Einheit, um die Menge des PV-Zubaus zu messen und zwischen den Gemeinden vergleichbar zu machen. Als Gemeinde oder Stadt müssen Sie diese Einheit aber keinesfalls übernehmen. Für die Kommunikation mit Ihren Einwohner:innen wählen Sie das geeignete Mittel als Teil ihrer Kommunikationsstrategie. Die Menge des Zubaus kann beispielsweise auch über die Anzahl bestückter Dächer beschrieben werden. Wie die Menge des Zubaus beschrieben und gemessen wird, ist letztendlich irrelevant – solange der Zubau erfolgt und die Einwohner gemeinsam mit Politik und Verwaltung die Erfolge feiern können!

          Im SolarTracker hinterlegen wir die Vision einer Gemeinde. Pro Quartal aktualisieren wir die Zubaudaten. Sie sind als blaue Fortschrittsbalken für die Gesamtkampagne und pro Gemeinde sichtbar.

          > Weitere Informationen zur Funktionsweise des SolarTracker

          Bildquelle: Solar Vision South Africa


          Melde uns jetzt die Solarvision deiner Gemeinde!


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            SolarAction legt los!

            Am längsten Sonnentag des Jahres lancierte MYBLUEPLANET die Kampagne SolarAction im Kanton Zürich.

            Durch die Informationsveranstaltung führte die Kampagnenleiterin Ina Paschen. Sie begrüsste den Zürcher Regierungsrat Dr. Martin Neukom, den Winterthurer Stadtrat Stefan Fritschi und Daniela Peter von Swissolar als Vertreterin des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie. Sie alle unterstrichen in ihren Referaten die Notwendigkeit eines raschen Zubaus von PV-Anlagen, um in Zukunft eine vollständig erneuerbare Energieversorgung garantieren zu können. Denn obwohl Solarenergie eine potente Lösung zur Energiegewinnung ist, wird sie derzeit noch ungenügend verwendet.

            Der einhellige Tenor: Die Menge an PV-Anlagen wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen müssen, so dass auch im Kanton Zürich die Solarenergie zu einer signifikanten Stütze in unserer Energieversorgung werden kann.


            https://www.youtube.com/watch?v=h_eaMQCuxLY

            Videoimpressionen von der Medienkonferenz

            Der Event markierte ebenfalls den Start der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Winterthur und MYBLUEPLANET, welche gemeinsam der Vision nachstreben, innerhalb von 3 Jahren in Winterthur neue PV-Anlagen mit einer kumulierten Fläche von 110’000m2 sowohl auf Gebäuden der öffentlichen Hand als auch auf Dächern von Privatliegenschaften zuzubauen – eine grosse, aber notwendige Aufgabe.

            Medienecho auf den Kampagnenstart

            > Zur Medienmitteilung und weiteren Impressionen der Veranstaltung
            > Zum Beitrag von Radio Top (21.06.21)
            > Zum Beitrag von Energie bewegt Winterthur (21.06.21)
            > Zum Beitrag Radio SRF Regionaljournal ZH/SH (22.06.21)
            > Zum Beitrag von ee news – Fachmagazin für erneuerbare Energie (29.06.21)


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