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PV-Anlagen bei Schubiger Möbel – Wie das Projekt erfolgreich umgesetzt wurde

Schubiger Möbel AG ist ein Schweizer Möbelgeschäft, das bereits seit 1934 hochwertige Möbel in Zürich anbietet. Das Unternehmen mit rund 110 Mitarbeitenden ist in Zürich sowie auch in Regensdorf zu Hause. Durch die Verfügbarkeit von zwei Flachdächern mit einer Gesamtfläche von rund 6’000 m2, wurde schnell klar, dass der Platz optimal für eine PV-Anlage genutzt werden kann.

Jürg Schubiger von Schubiger Möbel AG und Marco Rall von Solar Alliance AG erzählen wie das Projekt umgesetzt wurde.

Video – Installation PV-Anlage bei Schubiger Möbel

Technische Daten
Solaranlage Regensdorf

  • Projektstart:                                            Juni 2020
  • Inbetriebnahme:                                   Januar 2021
  • Flachdachgrösse:                                  3’700 m2
  • Jahresproduktion:                               423’000 kWh
  • Produktionskosten:                            CHF 475’000.-

Technische Daten
Solaranlage Ueberlandstrasse

  • Projektstart:                                           Dezember 2021
  • Inbetriebnahme:                                   Juli 2022
  • Flachdachgrösse:                                 2’100 m2
  • Jahresproduktion:                               211’000 kWh
  • Produktionskosten:                            CHF 270’000.-

Photovoltaik in der Kernzone: So gelang es Hettlingen, den Bau von PV-Anlagen in Schutzzonen zu vereinfachen

Es war eine der meistgestellten Fragen an den Infoveranstaltungen zu unserer PV-Aktion: «Mein Wohnhaus steht in der Kernzone – wie komme ich trotzdem zu einer Solaranlage?» Meist wurde das Mikro an dieser Stelle den Ansprechpartner:innen der Gemeinde übergeben. Denn je nach Ortschaft herrschen andere Vorschriften, was den Bau in der Kernzone betrifft. Diese sind in den kommunalen Bau- und Zonenordnungen (BZO) festgelegt und richten sich nach den Bestimmungen des Bundes und des Kantons. So kämpft man sich schnell mal durch Verhandlungen mit Heimatschutz, Gemeinden und Kanton. In Kernzonen gilt im Kanton Zürich immer eine Baubewilligungspflicht. Es ist zu prüfen, ob der Bau einer Solaranlage mit dem Schutzzweck vereinbar ist. Die bürokratischen Hindernisse schrecken so manche Gemeinde und Hausbesitzer:innen ab, eine Realisierung zu Ende zu bringen.

Nicht aber Hettlingen. Auch hier war man beim Bau von Solaranlagen in der Kernzone zaghaft unterwegs. Bis Jürg Hofer, ehemaliger Präsident des Vereins erneuerbare Energien, feststellte, dass das Problem in einem einzigen Satz lag. Die Bau- und Zonenordnung (BZO) Hettlingen schreibt unter anderem vor, dass «Energiegewinnungsanlagen dachflächenbündig ausgebildet werden müssen». Konkret heisst das, dass nur Indachanlagen erstellt werden dürfen, die also ganze Teile der Gebäudehülle ersetzen. Das Problem? «Bei älteren Häusern musste das gesamte Dach umgebaut werden, was vielen schlichtweg zu teuer war», sagt Hofer. Er entschied sich dazu, vom Gemeinderat eine Änderung dieser Vorschrift zu beantragen. Mit Erfolg. Im August 2018 wurde eine Praxisänderung des entsprechenden Artikels in der Bau- und Zonenordnung beschlossen. Demnach können in der Kernzone anstelle von dachflächenbündigen Energiegewinnungsanlagen auch Aufdachanlagen erstellt werden. Voraussetzung seien eine «gute Einordnung und Gestaltung».

Hofer erstellte ein Merkblatt, in dem die Anforderungen für einen entsprechenden Bau einer Aufdachanlage festgehalten sind. «Es muss sichergestellt werden, dass die Anlage optisch nicht einem Flickenteppich gleicht.» 12 Punkte sind es, an denen sich interessierte Eigenheimbesitzer:innnen orientieren können, um die optischen Anforderungen des Bundes zu erfüllen. Das Merkblatt kann im «Leitfaden für das Bauen» von der Homepage der Gemeinde Hettlingen herruntergeladen werden. Seit der Änderung konnten 10 Anlagen in Kernzonengebieten gebaut werden und weitere Interessent:innen stünden Schlange, sagt Hofer. Aufgrund der Gestaltungsempfehlungen habe man es sogar geschafft, eine Anlage auf einem Mehrfamilienhaus in der kantonalen Schutzzone zu bewilligen. «Das wäre vorher undenkbar gewesen.»

Diese Aufdach-Anlage wurde gemäss der neuen Gestaltungsempfehlungen in der Kernzone von Hettlingen erstellt.

Das Beispiel Hettlingen zeigt: die Gemeinden müssen sich nicht tatenlos den Vorschriften des Bundes bzw. des Kantons fügen. Manchmal reichen kleine textliche Anpassungen, um den Raum der Möglichkeiten deutlich zu erweitern. Es gibt Möglichkeiten und gute Beispiele, wie den Bewohner:innen der Kernzone der Bau einer Solaranlage erleichtert werden kann.

Bei allen Erleichterungen bleibt eines wichtig: Bei Gebäuden in der Kernzone braucht es ein Gespräch und gegebenenfalls eine Vor-Ort-Besichtigung, um am konkreten Objekt eine gute Lösung zu finden.

Weitere Informationen zum Thema

Gestaltungsempfehlungen_Aufdach-Solaranlagen_in_Kernzone

4. Gemeinde-Webinar: Genossenschaften für die Energiewende

Die Dringlichkeit der Energiewende ist eine rechte Herausforderung für die Städte und Gemeinden. Die Experten in der Branche sind gefragt wie nie und teilweise bis zur Erschöpfung ausgelastet. Gerade in Gemeinden ohne eigene Gemeindewerke stellt sich die Frage, welche Aufgaben sie selbst übernehmen wollen und welche nicht. In einer kleinen Serie von Beiträgen möchten wir Möglichkeiten beleuchten, wie die Bewohnerinnen und Bewohner eingebunden werden können und dadurch mehr Schwung in die Umsetzung kommen kann. Wir beginnen die Serie mit einem Webinar zum Thema «lokale Genossenschaften».

Die wohl bekannteste und beliebteste Genossenschaft in der Schweiz ist die Migros. Die spezielle Organisationsform der Genossenschaft erlaubt es, sich einem breiten Publikum zu öffnen, ähnlich wie es auch Vereinen möglich ist. Ziel des Webinars ist es nicht, die juristischen Vor- und Nachteile der Organisationsform gegenüber Vereinen oder AGs abzugrenzen, sondern anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, welche Beiträge lokale Genossenschaften durch ihre Ziele und Zusammenarbeit heute bereits leisten und wie sie mit den aktuellen Herausforderungen umgehen. Dafür haben wir folgende Referenten eingeladen und freuen uns auf ihre Geschichten, Gedanken und Anregungen. An dieser Stelle schon vorweg ein herzliches Dankeschön!

Gemeinde Embrach und die EnergieGenossenschaft Bülach

Die EnergieGenossenschaft Bülach setzt sich dafür ein, dass die Region Bülach bis zum Jahr 2050 nur noch mit erneuerbaren Energien versorgt und das Ziel Netto-Null erreicht wird. Sie arbeitet mit anderen Genossenschaften zusammen und übernimmt auch bewährte Modelle wie z.B. Ansätze der Energie Genossenschaft Zimmerberg.

Die Embracher Gemeindepräsidentin Rebekka Bernhardsgrütter wird uns gemeinsam mit dem Verwaltungsratspräsidenten der EG Bülach, Stéphane Geslin, erzählen, wie es dazu kam, dass Gemeinde und Genossenschaft zusammenarbeiten, welche Ziele sie sich gesetzt haben und wie sie sich die Arbeit aufteilen.

Genossenschaft Genosol Martella in der Gemeinde Marthalen

Die Genossenschaft Genosol Martella will einen Beitrag zur Förderung von umweltfreundlichen Energiesystemen leisten. Sie bietet Möglichkeiten, sich an Stromproduktionsanlagen zu beteiligen, um Konflikte mit Denkmalpflege und Ortsbildschutz zu vermeiden. Sie fördert das Interesse an erneuerbaren Energien und teilt ihr Wissen mit Interessierten. Ihr Präsident Hans-Ulrich Vollenweider wird uns von den Anfängen über Erfolge bis zu aktuellen Herausfoderungen berichten.

Neugierig geworden?

Hier findest du alles rund ums Webinar!

4. Gemeinde-Webinar: Genossenschaften für die Energiewende

Weitere Informationen zum Thema «Lokale Genossenschaften für die Energiewende»

Beispiele von Energiegenossenschaften im Kanton Zürich

Kennst du weitere Genossenschaften, die zum Thema passen?

Informationen zur Rechtsform «Genossenschaft»

PV-Aktion in der Region Winterthur: Alles auf einen Blick

Mit der PV-Aktion und dem Rundum-Sorglos-Paket richten wir uns an private Eigenheimbesitzer:innen (EFH) in der Region Winterthur, die sich jetzt für den Bau einer eigenen Solaranlage (Photovoltaik) interessieren und schon bald Solarstrom vom eigenen Dach produzieren möchten. Wir wollen ihren Planungsaufwand verringern und so den Ausbau von PV-Anlagen voranbringen. Die PV-Aktion in der Region Winterthur läuft vom 31.08.2022 bis zum 27.01.2023.

Das brauchst du für dein Gespräch mit dem Partner-Unternehmen

Ein «Rundum-sorglos-Paket» für private Hauseigentümer:innen

Die PV-Aktion ist ein «Rundum-sorglos-Paket», ein attraktives Fix-Preis-Angebot für eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung zwischen 5 und 20 Kilowatt-Peak. Die Anlage wird von ausgewählten Solar-Installateuren sowohl für Flach-, Sattel-, Pult- oder Walmdächer geplant und entsprechend montiert.

Aktueller Basispreis für eine PV-Anlage mit 5 kWp: CHF 22’000 inkl. MwSt.

Jedes weitere kWp bis zu 20 kWp kostet CHF 1’500.- inkl. MwSt.

Hausbesitzerinnen und -besitzer, die auf Solarstrom setzen, leisten nicht nur einen grossen Beitrag zum Klimaschutz, sie tragen auch zur Strom-Versorgungssicherheit bei. Der Bau einer Solaranlage ist eine sinnvolle und zukunftsgerichtete Investition für jedes Eigenheim.

Für die Ermittlung des Fixpreises haben wir bauseitige Annahmen getroffen und Leistungen für die Anlage definiert. Eine Übersicht über die Kriterien findest du im folgenden Dokument: Anforderungskriterien PV-Aktion.

Limitiertes Angebot bis Ende Januar 2023

Das Aktionsangebot ist zeitlich limitiert. Es startet am 30. August 2022 und endet am 27. Januar 2023. In diesem Zeitraum können interessierte Hausbesitzende, die in einer der 19 teilnehmenden Gemeinden wohnen, bei einem der acht teilnehmenden Partnerunternehmen eine Solaranlage zum Fixpreis bestellen und Installationstermine bis Ende 2023 vereinbaren.

Wie komme ich zu einer Solaranlage? Schritt-für-Schritt

  1. Kontaktiere ein PV-Aktions-Partner-Unternehmen
  2. Bündele die relevanten Informationen gemäss Checkliste und sende sie an das Partner-Unternehmen.
  3. Du erhältst die Richtofferte gemäss Aktion plus gewünschter zusätzliche Massnahmen oder optionale Erweiterung gemäss Absprachen.
  4. Vor Auftragsvergabe gibt es einen Vor-Ort-Termin durch Partner-Unternehmen zur Verifizierung der Offertangaben
  5. Bestellung des Aktionspakets bis spätestens 27. Januar 2023
  6. Das Partner-Unternehmen bestätigt und teilt den Projektplan mit.
  7. Sämtliche Verfahrensabwicklungen werden durch das Partner-Unternehmen erledigt.
  8. Errichtung der Photovoltaikanlage anhand der vordefinierten Qualitäts- und Leistungskriterien:

Hinweis: Die aktuellen Wartezeiten bis Baubeginn betragen aktuell ca. 9 Monate!

Mitmachende Gemeinden

Die PV-Aktion Region Winterthur richtet sich an die Einwohner:innen der Gemeinden Brütten, Dägerlen, Dinhard, Elgg, Elsau, Hagenbuch, Hettlingen, Illnau-Effretikon, Lindau, Neftenbach, Pfungen, Rickenbach, Seuzach, Schlatt, Turbenthal, Wiesendangen, Winterthur, Wila und Zell.

Unsere Partner in der Übersicht

Wähle einen Partner aus und sende ihm deine Anfrage.

Ausgebucht bis Ende 2022

CKW / Solarville AG, Klosterstr. 34a, 8406 Winterthur

Tel: 052 238 3737

www.solarville.ch

Elektro Neidhart AG

Elektro Neidhart AG, Alte Winterthurerstr. 88, 8309 Nürensdorf

Tel: 044 836 3500

www.elektro-neidhart.ch

Ausgebucht bis Ende 2022

EKZ Ektop AG Eltop Solar, Riedhofstr. 67, 8408 Winterthur

Tel: 058 359 4750

www.eltop.ch

Energie Genossenschaft Schweiz, Im Lee 15, 8400 Winterthur

Tel: 031 552 0255

www.energiegenossenschaft.ch

Renotex AG Filiale Waltenstein, Heitertalstr. 4, 8418 Schlatt

Tel: 052 384 1615

www.renosun.ch

Ausgebucht bis Ende 2022

Senero AG, In der Au 5, 8406 Winterthur

Tel: 052 511 6767

www.senero.ch

SoloSolar GmbH

Ausgebucht bis Ende 2022

SoloSolar GmbH, Emmerstr. 3, 8192 Glattfelden

Tel: 078 956 1566

www.solosolar.ch

Genossenschaft Wintisolar, Lindenstr. 24, 8400 Winterthur

Tel: 076 445 2129

www.wintisolar.ch

Aufnahme Infoanlass PV-Aktion Region Winterthur – 30.08.2022

Der erste Infoanlass zum Start der Aktion hat in Winterthur stattgefunden. Die Rahmenbedingungen und Details dazu wurden von folgenden Teilnehmern vorgestellt:
Stefan Fritschi vom Stadtrat Winterthur, Ina Paschen für die Kampagnenleitung SolarAction bei MYBLUEPLANET und Martin Ovenstone vom EWG Winterthur.

Weiterführende Informationen

 

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Start der PV-Aktion Region Winterthur: Ein Blick zurück

Die Informationsveranstaltungen zur PV-Aktion sind bereits wieder Vergangenheit. An sechs Orten in der Region Winterthur waren insgesamt über 1’100 interessierte Eigenheimbesitzer anwesend. Unsere Partner und wir blicken zurück auf gelungene Veranstaltungen mit interessanten Gesprächen.

Auftaktveranstaltung Winterthur, 30. August

Die 170 gestuhlten Plätze waren schnell besetzt. Etwa 250 BesucherInnen fanden den Weg in die Alte Kaserne, wir sind begeistert! Auf die Ansprache von Stadtrat Stefan Fritschi folgte der Infoteil unserer Kampagnenleiterin Ina Paschen, fachmännisch unterstützt von Martin Ovenstone der Energiewendegenossenschaft Winterthur. Nach dem offiziellen Teil übernahmen unsere Solar-Installateure das Ruder und kümmerten sich um die Anliegen der Besucher:innen. Die acht anwesenden Partnerunternehmen nahmen neben interessanten Gesprächen bereits viele Anfragen mit. 115 Getränke wurden von den Volunteers von MYBLUEPLANET herausgegeben und mindestens so viele interessante Gespräche geführt. Besten Dank an alle Mitwirkenden für diesen gelungenen Auftakt!

Die Videoaufzeichnung der Präsentation findest du bei den Aktionsinformationen unter https://solaraction.ch/pv-aktion-region-winterthur/.

Lassen Sie das Event mit den folgenden Bildern revue passieren:

 

Turbenthal, 31. August

In Turbenthal durften wir ca. 110 Besucher:innen begrüssen. In sehr angenehmer Atmosphäre wurden die Informationen zur PV-Aktion und allgemein zu Solaranlagen vertieft und Themen wie Bauen in der Kernzone aufgegriffen. Vielen Dank für die hervorragende Organisation!

Brütten, 1. September

Der Saal war mit ca. 70 Besucher:innen gut gefüllt, die anwesenden Partner freuten sich über das rege Interesse. Bereits bei den Plenumsfragen konnten sie ihre Expertise einbringen. Insbesendere das Thema Kernzone bewegte bei den Plenumsfragen und wurde während des Apéros mit Gemeinderat Martin Sichler vertieft und interessante Ansätze zur Verbesserung wurden diskutiert.Ein gelungener Abend mit einem interessierten und engagierten Publikum. Vielen Dank für die tolle Organisation!

Der «dorfblitz» war anwesend und berichtete über die Infoveranstaltung: https://dorfblitz.ch/solaranlagen-im-rundum-sorglos-paket/. Die folgenden Bilder erstellte Journalistin Fabienne Walker vor Ort.

 

Hettlingen, 2. September

Gemeinsam mit Seuzach lud Hettlingen am Freitagabend zum Info-Anlass ein, fast so viele wie in Winterthur fanden sich ein, wir schätzen ca. 210 Leute aus allen Altergruppen. Viele spannende Fragen wurden gestellt von Kernzone über Brandschutz, Schnee und Gebäudeversicherung, bei denen die Partner ihre Expertise bereits im Plenum einbringen konnten. Im anschliessenden Apéro wurde rege vertieft und diskutiert. Neben den Gemeindevertretern möchten wir dem Verein erneuerbare Energie Hettlingen herzlich für ihr Engagement und die Gesamtkoordination der gelungenen Veranstaltung danken!

Wiesendangen, 7. September

Die Wisenthalle platzte fast: über 300 (manche sprachen von 400) Besucher:innen! Rekord in unserer Veranstaltungsserie! Sie lauschten gespannt dem Referat und brachten viele Fragen mit.Neben MYBLUEPLANET und den Partner-Unternehmen war die gesamte Energiekommission sowie Vertreter:innen aus Gemeinderat und Verwaltung anwesend. Während des Apéros waren neben den Partnern auch sie in Gespräche mit dem Publikum vertieft, gaben Antworten und diskutierten Ansätze zur Verbesserung. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden für diesen gelungenen Abend!

Lindau, 8. September

Unsere letzte Veranstaltung fand in Lindau statt. Illnau-Effretikon und Lindau haben gemeinsam eingeladen und begrüssten ihre Bewohner:innen, die zahlreich erschienen waren: alle 210 Stühle waren besetzt, einige Besucher:innen lauschten stehend den Ausführungen auf der Bühne. Bei einem wu, nderbaren Apéro verweilten viele Besucher:innen noch zu einem Austausch untereinander, mit den anwesenden Vertreter:innen aus den Gemeinden und mit den Partner-Unternehmen. Wie in Winterthur war auch hier die Energieberatung anwesend, um auf die kostenlose Energie-Erstberatung hinzuweisen und bei der energetischen Gesamtbetrachtung des Hauses zu unterstützen. Vielen Dank für die tolle Organisation des krönendes Abschlusses!

Unsere Partner

Ein grosses Dankeschön geht an unsere acht Partnerunternehmen, die an den Infoveranstaltungen vor Ort waren und sich um die technischen Anliegen und die Anfragen der Besucher:innen kümmerten!

 

Veranstaltungen verpasst oder ein Detail nicht mehr im Kopf?

Hier finden Sie die Folien des Referats mit allen notwendigen Informationen sowie die Videoaufzeichnung der Auftaktveranstaltung: https://solaraction.ch/pv-aktion-region-winterthur/

Folien: 2022-08-30-SolarAction_PV-Aktion-Infoveranstaltung (pdf)

Erfahrungsaustausch für Schweizer Gemeinden bei den Municipal-Events

Veranstaltungsreihe Municipal für Gemeinden

Um die Energiewende und die Versorgungssicherheit zu schaffen, braucht es keinen Helden, sondern Kollaboration und Kooperation von vielen. Daher fördert Innosuisse eine Eventserie zur Energie-Innovation. Die Veranstaltungen von Municipal zielen auf den Austausch von Schweizer Gemeinden untereinander und mit Experten rund ums Thema Energie.

Innosuisse bietet ein breites Spektrum von Veranstaltungen, um kluge Köpfe und Handlungswillige zusammenzubringen und die Energiewende voranzubringen: «Co-Creating» oder «Co-Innovation» nennen sie es. In diesem Rahmen bietet die Hochschule Luzern eine Veranstaltungsreihe «Municipal», die sich speziell an Gemeinden richtet und in der Zeit von 2021 – 2024 einmal quer durch die Schweiz zieht. Die englische Version der Website bietet mehr Informationen, auch zu den bereits erfolgten Veranstaltungen.

Gemeinden als Vermittler im Innovationsprozess

Die Motivation für diese Veranstaltungsreihe ist für Prof. Dr. Christoph Imboden und Prof. Dr. Ulrike Sturm ganz klar: «Die Gemeinden fungieren als Vermittler im Innovationsprozess. Sie können Energieinnovationen fördern, indem sie einen Multi-Stakeholder-Ansatz nutzen. Dies schafft die Voraussetzungen für eine Energiewende, die der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft in mehrfacher Hinsicht zugute kommt.» Ihr Motto lautet daher: «Co-Creating Energy Innovation at Municipal Level Across Regions and Sectors». Das Ziel ist es, über die Serie eine aktive Community zu bilden, die sich gemeinsam den selbstgewählten Schwerpunkten und Themen widmet und diese vertieft.

Das Spektrum der Partner und Experten ist dabei breit angelegt: Universitäten, Forschungsinstitute, KMU, non-profit-Akteure – alles ist dabei. Themengeber sind die Gemeinden, denn mit und für sie finden die Veranstaltungen statt. Mit dieser Vielfalt an Perspektiven können die Themen der Gemeinden nun beleuchtet und vertieft sowie neue Ansätze diskutiert werden. Um den Gemeinden genügend Zeit und Raum zu geben, werden einige Veranstaltungen ohne Partner, andere mit Partnern durchgeführt.

In der Liste der Partner befindet sich neben dem Schweizerischen Gemeindeverband und dem Schweizerischen Städteverband auch die Stadt Winterthur und die ewz der Stadt Zürich.

Mitmachen erwünscht!

Obwohl die Veranstaltungsreihe bereits begonnen hat, können sich interessierte Gemeinden jederzeit melden und mitmachen. Die Veranstaltungen in Rotkreuz und Aarau haben bereits stattgefunden, die kommende Veranstaltung findet am 1. Dezember 2022 im Smart Living Lab der EPFL Freiburg statt.

Weitere Informationen zum Thema «Co-Creating Energie-Innovation für Gemeinden»

 

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Ein Jahr SolarAction – wohin geht die Reise?

Grosse Veränderungen haben die Schweiz, Europa, ja die ganze Welt erfasst. Klimawandel und Dekarbonisierung sind endlich auf der politischen Tagesordnung ganz oben. Befeuert von Krieg und Krisen fragen wir uns: Welche Energien haben Zukunft und wie gewährleisten wir die Versorgungssicherheit? Die Kampagne SolarAction von MYBLUEPLANET läuft nun seit einem Jahr im Kanton Zürich. Wo stehen wir? Was haben wir bewirkt? Und wohin soll die Reise gehen?

Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral werden. Dazu braucht es ehrgeizige Ziele und griffige Massnahmen. Die Photovoltaik ist eine tragende Säule in der Energiewende, der Zubau von Solaranlagen das Gebot der Stunde.

Wie gross ist die Solarfläche im Kanton Zürich?

Seit Mitte 2021 dokumentieren wir mit dem SolarTracker den Zubau von Solaranlagen in den Gemeinden im Kanton Zürich. Wir zeigen auf, wie viel Prozent des Solar-Potenzials auf Dachflächen für die Stromproduktion mit Photovoltaik (PV) Anlagen genutzt wird. Und für die Gemeinden, die ihre Ziele mit uns teilen, bilden wir in unserem Solartracker den Fortschritt ab.

Als einfach zu verstehende Grösse weisen wir die für PV-Anlagen genutzte Fläche in Quadratmetern aus. Und genau dieser Wert – m2 –  ist die Grundlage für die Gemeinde-Challenge, mit der wir vor einem Jahr gestartet sind:

«Schaffen wir es im Kanton Zürich weitere 1.5 Mio. m2 Solarpanels zur Stromerzeugung – das ist 1 m2 zusätzlich pro Einwohner:in – bis 2024 auf öffentlichen und privaten Dächern und Fassaden neu zu installieren?»

SolarAction – die Gemeindechallenge

MYBLUEPLANET wollten es wissen und starteten im Juni 2021 den Dialog mit Zürcher Städten und Gemeinden, lokalen Energiekommissionen, Stromwerken, Solargenossenschaften und anderen regionalen Energieakteuren. Das Anliegen der Kampagne SolarAction: die Gemeinden anzuregen, mit dem raschen Zubau von Photovoltaik-Anlagen die Energiewende spürbar voranzutreiben. Unser Argument: Mit keiner anderen Energiequelle lässt sich auf lokaler Ebene so rasch und so kostengünstig erneuerbaren Strom aus einheimischer Quelle produzieren. Das Potenzial liegt vielfach ungenutzt auf öffentlichen und privaten Dächern und Infrastrukturen. Beginnen die Gemeinden als Vorbilder zu agieren, zieht die Bevölkerung auch bald nach.

Doch es gibt noch eine zweite Komponente: die Gemeinde kann grösser denken als ein einzelner Hausbesitzer und kann die Energiewende nutzen, um den Gemeinschaftssinn zu stärken, indem sie ihre Bevölkerung einbezieht. Fragen wie «Können wir ein ganzes Quartier zu einem ZEV zusammenschliessen?», «Wie beziehe ich Mieter in die Energiewende ein?» oder «Brauchen wir einen Gemeindespeicher anstelle von privaten Speicherlösungen?» könnten gemeinsam angeschaut und diskutiert werden.

SolarAction – Die Kampagne für den raschen Ausbau von PV-Anlagen

Auf unserer einjährigen SolarAction-Reise durch den Kanton Zürich haben wir Gemeindevertreter:innen kennengelernt, die in Sachen netto-Null bereits vorbildliche und gezielt unterwegs sind und tatkräftig in den Ausbau von Solaranlagen investieren. Andere kamen wegen fehlender Ressourcen oder Kapazitäten nur schwer voran. Wir haben Menschen getroffen, die sich selbstlos in Solargenossenschaften engagieren und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern grossartige Solarprojekte realisieren. Und wir haben uns mit Solarprofis ausgetauscht und dabei versucht zu ergründen, warum es mit dem Ausbau von PV-Anlagen trotz allem so schleppend vorangeht.

SolarAction – darauf sind wir stolz

In einem Kampagnenjahr hat MYBLUEPLANET SolarAction

  • Zahlreiche Fachveranstaltungen und Anlässe besucht und sich mit allen wichtigen Solarakteuren im Kanton vernetzt
  • 1 Kampagnen-Website als Informations-Hub aufgebaut
  • 3 Webinare für Gemeindevertreter:innen durchgeführt
  • 1 Fach-Webinar für Architekten und Bauplanerinnen abgehalten
  • Mit Newsbeiträgen die Entwicklung der Photovoltaik in der Schweiz und speziell im Kanton Zürich kontinuierlich dokumentiert
  • 9 Leuchtturm-Reportagen zu spannenden Projektrealisationen erstellt
  • 5 Newsletter an Gemeindevertreter:innen und Solarinteressierte verschickt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben
  • 3 Gemeinden konkret bei Strategiefindung, Positionierung in Sachen Solarenergie oder bei der Kommunikation beraten
  • 19 Gemeinden in der Region Winterthur davon begeistert, mit einer gemeinsamen PV-Aktion den Zubau von Solaranlagen auf EFH zu erleichtern

Was hat sich verändert?

Dazu haben wir die Zahlen aus dem SolarTracker analysiert. Unser Fazit: Ok, es geht voran. Unsere Berechnungen ergeben immerhin den neuen Wert von 1.2 m2 PV-Fläche im Kanton Zürich, womit wir das erste Zwischenziel erreicht haben. Trotzdem liegt das kantonsweit genutzte Solarpotenzial weiterhin erst bei 5%, wie der Branchenverband Swissolar bestätigt. Damit hinkt Zürich, dem nationalen Durchschnitt (5,7%) hinterher.

SolarTracker

Als wir mit der Kampagne SolarAction starteten, herrschte in der Solarbranche trotz gut gefüllter Auftragsbücher wenig Euphorie. Aufwändige Bewilligungsverfahren, desinteressierte Energieversorger, wenig attraktive Einspeisevergütung hielten mache private Immobilienbesitzende von Solarinvestitionen ab. Kurz vor unserem Start lehnte das Volk das CO2-Gesetz überraschend und knapp ab. Es hätte die Schweizer Klimapolitik festlegen und endlich fördernde Rahmenbedingungen für den Solarausbau schaffen sollen. Wir sind trotzdem gestartet, um ein Signal zu setzen: lasst uns handeln!

Was auf nationaler Ebene scheiterte, gelang kurz darauf im Kanton Zürich. Die Änderung der Kantonsverfassung zum Klimaschutz (Energiegesetz) wurde hier deutlich angenommen. Endlich verfügte der Kanton Zürich über die politischen Rahmenbedingungen, die unter anderem auch dem raschen Zubau von PV-Anlagen zuträglich sind.

Hat die Kampagne SolarAction etwas dazu beigetragen?

Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht. Wir sind nur einer der vielen Akteure, die sich dem Klimaschutz und speziell der Förderung von Solarstrom verschrieben haben. Was wir aber deutlich sehen, ist, dass mittlerweile alle Gemeinden Handlungsbedarf erkannt haben. Beigetragen hat vermutlich die aufkeimende Angst vor einer Strommangellage, die laut Experten die Schweiz bereits im nächsten Winter erreichen könnte. Es ist auch eine Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, der uns die Abhängigkeit in Sachen fossiler Energien so deutlich vor Augen geführt hat. Das ist es, was uns alle antreibt, endlich mit der Energiewende vorwärtszumachen.

Seitdem das Thema Versorgungssicherheit die Energiediskussionen dominiert, ist die Nachfrage nach PV-Anlagen in der Schweiz regelrecht explodiert. Das bestätigt nicht nur der Branchenverband Swissolar, sondern auch jeder einzelne Solar-Installateur. Sie haben nicht nur die grosse Nachfrage zu bewältigen (Stichwort Fachkräftemangel), sondern auch die Beschaffung von Material und Komponenten, die sie für den Solarbau benötigt. Die Produktion von Solarpanels oder Wechselrichtern aus China werden von Corona-Lockdowns oder überlasteten Frachtkapazitäten ausgebremst. Und es fehlt mancherorts an Stahl und Aluminium. Rohstoffe, die traditionell in Ländern wie Russland oder Ukraine beschafft werden. Es kommt zu Preissteigerungen, längeren Projektlaufzeiten und Projektverzögerungen.

Im Solarmarkt Schweiz herrscht nun die Aufbruchstimmung, für die wir uns mit der Kampagne SolarAction eingesetzt haben. In einem nächsten Schritt gilt es nun, diese positive Energie sinnvoll zu nutzen und trotz aller Hürden wie Fachkräftemangel und Lieferengpässe mit klaren Visionen und guten Konzepten in den Gemeinden mit ihren Einwohner:innen die Wende voranzubringen.

Seit unserer Reise durch den Kanton Zürich haben wir viel erfahren, wo den Gemeinden der Schuh drückt, wo konkrete Begleitung hilfreich wäre und wo seitens Kanton oder Bund die Förderung intensiviert werden müsste. Mit unseren Webinaren und ergänzenden Newsbeiträgen wollten und wollen wir eine Austauschplattform bieten, um voneinander zu lernen und Ideen weiterzuentwickeln.

Auf Gemeindeebene sehen wir weiterhin die grössten Hebel, die zum raschen Zubau von PV-Anlagen führen. Gemeinden in ihren Vorhaben zu bestärken und zu begleiten, darin sehen wir weiter den grössten Nutzen für die Kampagne SolarAction im Kanton Zürich.

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