Author Archives: Manuel Huber

Solararchitektur – Forschung, Entwicklung, Trends und Best Practices

Wie lassen sich Photovoltaik-Anlagen auch gestalterisch und architekturverträglich in Gebäude integrieren? Auf diese Frage ging der Verein Energie bewegt Winterthur (ebw) an einer gemeinsam mit der Fachhochschule ZHAW organisierten Veranstaltung für Architekt:innen, Planer:innen und Solarprofis ein. Dabei gab es die Möglichkeit, ein Projekt der ZHAW Winterthur zu besichtigen.

Mit rund 60 Teilnehmenden an der Besichtigung des Forschungsprojekts und an den Fachreferaten war die Veranstaltung gut besucht. Am anschliessenden Apéro tauschten die Besucher:innen ihre Erfahrungen aus.

Gründach & PV

Auf dem Projektforschungsdach der ZHAW School of Engineering werden Lösungen von Gründächern in Kombination mit Photovoltaik getestet. Erfolgversprechend sind vertikal angeordnete bifaziale Module. Sie helfen nicht nur, das Stadtklima zu verbessern, den Lebensraum für Flora und Fauna zu erhalten und die Artenvielfalt zu bereichern, sondern auch die Verschmutzung der Solarpanels zu bekämpfen und Schneeablagerungen zu verhindern.

> Vortrag: Gründach und Photovoltaik, pdf

Präsentation »Sonnenenergie ernten»

Prof. Peter Schürch, Architekt SIA SWB und Professor für Architektur und Entwurf an der Berner Fachhochschule, nennt das Ernten von Solarenergie ganz selbstverständlich einen «Bestandteil einer neuen Baukultur». Er will Bauherrschaften, Investoren, Architektinnen und Architekten vermehrt in die Pflicht nehmen, damit PV-Anlagen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gestalterisch schön erstellt werden.

> Zum Interview von Prof. Schürch

> Zur Präsentation Sonnenenergie ernten

Solarspezialisten aus der Region

Der Winterthurer Solarprofi Senero AG, vertreten durch den Geschäftsführer Urs Hari, hat bereits zahlreiche PV-Anlagen realisiert. Er kann auf einen reichen Fundus an gestalterisch und architektonisch anschaulichen Lösungen für Dächer und Fassaden zurückgreifen.

> Hier geht es zu seiner Bestenliste, pdf

 

Die Solarzaun GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, das Nützliche mit dem Sinnvollen zu verbinden. Ihr Geschäftsführer Peter Schwer präsentierte eine überzeugende Anwendung, wie sich Solarpanels im privaten wie im gewerblichen Umfeld in Zäunen integrierten lassen.

> Mehr zu Solarzäunen, pdf

Eine Zusammenfassung mit Impressionen des Anlasses ist auch auf der Website von Energie bewegt Winterthur zu finden. Vielen Dank ebw für diesen interessanten Abend.

Zubau von Photovoltaik beschleunigen durch Förderung – Beispiel Niederweningen

Am 17. November 2021 veranstaltete die IG Solar Wehntal im Gemeindesaal einen Solartreff zum Thema Energiewende. Es wurden Interessierte aus der Gemeinde Niederweningen, Oberweningen, Schlenikon und Schöfflisdorf eingeladen. SolarAction durfte ebenfalls teilnehmen und kam in den Genuss der spannenden Referate.

Vorträge zu Lade-Ansätzen in der E-Mobilität

Die Veranstaltung war mit etwa 50 Teilnehmern sehr gut besucht. Zunächst berichtete der Initiant Oliver Franz über das Engagement und die Erfolge der IG Solar. Anschliessend ging es um E-Mobilität, genauer gesagt um bidirektionales Laden, ein in Japan obligatorisches Konzept, wobei die Autobatterien gleichzeitig als Hausbatterie verwendet werden können. Dieses System ist in der Schweiz jedoch leider noch wenig verbreitet da es noch sehr teuer ist.

In einem zweiten Teil stellte Fabian Häusler von der EKZ Eltop aktuelle Ladelösungen von E-Autos für Einfamilien – und Mehrfamilienhäuser vor. Hervorgehoben wurde vor allem, dass man sein Auto nicht an der normalen Steckdose laden sollte. In einem Einfamilienhaus ist eine professionelle Ladestation nötig, diese gibt es bis maximal 22 kW AC. Für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage wird empfohlen ein Flachbandkabel zu verlegen und die Ladestationen daran anzuschliessen. Im Anschluss konnten die Teilnehmer bei Glühwein und Kuchen Erfahrungen austauschen.

IG Solar Wehntal und Ihre Erfolge

Die IG Solar Wehntal ist eine Interessengemeinschaft aus Niederweningen, die sich in der Region seit 2013 für die Energiewende einsetzt. Eines der Ziele der IG Solar ist es, so bald wie möglich 100 neue PV-Anlagen im Wehntal zu installieren. Zwei der Vorstandsmitglieder sind im Gemeinderat von Niederweningen vertreten und haben einen guten Draht in die Politik und Verwaltung der Gemeinde.

PV-Förderung in Niederweningen

Im Jahr 2020 konnte die IG durch einen Antrag an der Gemeindeversammlung erreichen, dass in Niederweningen ein Fördertopf in Höhe von CHF 100´000.- für Solaranlagen eingerichtet wurden. Dieser wurde 2021 nochmal mit CHF 80‘000.- von der Gemeindeversammlung aufgestockt. Der Fördertopf wurde bisher jedes Jahr vollständig ausgeschöpft. Für 2022 hat der Gemeinderat erneut einen Betrag ins Budget aufgenommen. Nebst den Bundesbeiträgen erhält man zusätzliche Fördergelder von CHF 400.- pro kWp. Bis heute konnten dank diesen Geldern 65 zusätzliche Solaranlagen installiert werden./p>

Innerhalb der Gemeinde Grosses bewegen

Das Beispiel zeigt, wie man in der eigenen Gemeinde Ziele verwirklichen und erreichen kann. Im Vergleich mit den Nachbargemeinden, die keine Fördergelder budgetiert haben, hat Niederweningen 2021 fünfmal mehr Anlagen installiert (relativiert pro 100 Einwohner). Der Bestand von Photovoltaik hat sich in Niederweningen von einem Jahr auf das nächste mehr als verdoppelt. Das Geld bleibt in der Region und hilft der Schweiz insbesondere, ihre Energieziele zu erreichen. Eine Photovoltaikanlage hat eine Lebensdauer von 20-30 Jahren und ist dank stark gesunkenen Solarpaneltarifen und Förderungen innerhalb von 10-12 Jahren amortisiert. Gemeinsam kommt man weiter.

Der nächste Solartreff wird mit Prof. Dr. Franz Baumgartner, ZHAW School of Engineering – voraussichtlich im Januar stattfinden. Den genauen Termin finden Sie in unserem Eventkalender, sobald dieser seht. 

Mehr Informationen zur E-Mobilität und zu PV-Fördergeldern

Impressionen vom Abend finden Sie hier

Vorträge über IG Solar und E-Mobilität

Gemeinde Niederweningen Förderbeiträge Photovoltaik

Alle Beiträge

Solar-Offerten-Check durch Fachperson – jetzt 10´000.- gewinnen!

Für Privatpersonen, die aktuell eine Solaranlage planen, lohnt es sich nun doppelt, ihre Solar-Offerten durch Fachpersonen von Energie Schweiz checken zu lassen. Wer zwischen dem 20. Oktober 2021 und dem 30. April 2022 drei Offerten für den Solar-Offerte-Check einreicht, nimmt automatisch an der Verlosung von fünf Gutscheinen im Wert von je 10’000 Franken teil. Mit dem kostenlosen Solar-Offerte-Check können Sie Ihre Offerten auf Vollständigkeit überprüfen lassen.

Bild: www.energieschweiz.ch

Der Solarwettbewerb startete am 20. Oktober 2021, die Teilnahmefrist endet am 30. April 2022. Um am Wettbewerb teilzunehmen, holen sie bei drei Installationsfirmen Ihrer Wahl Offerten für Ihre geplante Solaranlage ein und übermitteln diese an EnergieSchweiz. Nach Erhalt des Solar-Offerte-Checks wählen Sie die Installationsfirma, die Ihren Wünschen am besten entspricht. Wer die Teilnahmebedingungen erfüllt, nimmt automatisch an der Verlosung von fünf Gutscheinen im Wert von 10’000 Franken teil. Damit können Sie einen guten Teil Ihrer Solaranlage finanzieren.

Weiterführende Informationen:

Versuchen Sie Ihr Glück noch heute – hier geht es zum Solar-Offerte-Check.

Genauere Informationen und ausführliche Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Alle Beiträge

Stadt Zürich präsentiert Photovoltaik-Strategie

Die Stadt Zürich will bis 2030 das Vierfache an Solarstrom produzieren, auf städtischen Gebäuden gar das Fünffache. Mit der Photovoltaik-Strategie definiert der Stadtrat erstmals Massnahmen, um mit einer starken Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen die maximale Nutzung der Dachflächen zu erzielen. Die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energie dient dem Erreichen des Klimaziels Netto-Null 2040.

Damit die Stadt Zürich ihr Klimaziel überhaupt erreichen kann, ist eine starke Elektrifizierung der Bereiche Wärmeversorgung und Mobilität erforderlich. Diese soll massgeblich mit Solarstrom vorangetrieben werden. Wie die Chancen dazu stehen, liess der Stadtrat in einer umfassenden Potenzialstudie erheben.

Studie belegt grosses Entwicklungspotenzial für Solarstrom

Würden auf allen geeigneten Gebäuden in der Stadt Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) installiert, läge die Produktionsleistung von Solarstrom bei 487 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Kritische Faktoren, wie Dachfenster, Dachbegrünung, Denkmalschutz und statische Probleme, sind dabei bereits herausgerechnet. Gemäss der Statistik zu Gebäudeerneuerungen, wäre ein zusätzliches Potenzial von 207 GWh bis im Jahr 2030 möglich. Zudem wurde das Potenzial für Fassaden und Infrastrukturbauten, wie zum Beispiel bei der Überdachung von Parkplätzen, ermittelt. Noch stehen diese nicht im Fokus der städtischen PV-Strategie. Das erreichbare Potenzial für Fassaden liegt bei rund 80 GWh pro Jahr. Experten schätzen das wirtschaftlich erschliessbare Potenzial von PV-Anlagen an Fassaden zurzeit noch als relativ gering ein. Der technische Fortschritt wird jedoch in Zukunft auch hier einen Teil an die Energiewende leisten.

Städtische Solarstrom-Offensive setzt auf Private, Unternehmen und Institutionen

Mit dieser Photovoltaik-Strategie definiert der Stadtrat erstmals konkrete Ziele und Massnahmen für den Ausbau. So sollen wirtschaftliche PV-Anlagen in Zukunft bei städtischen Neubauten und Dachsanierungen in der Regel Standard sein. Die angekündigte Vervierfachung der Solarstromproduktion auf Stadtgebiet entspricht rund 120 GWh pro Jahr (aktuell 29 GWh). Allein bei städtischen Liegenschaften soll die Produktion auf 20 GWh pro Jahr verfünffacht werden (aktuell 4 GWh). Die Stadtverwaltung will damit bis 2030 mindestens zehn Prozent ihres eigenen Strombedarfs mit erneuerbarer Sonnenenergie decken.

Doch damit der Photovoltaikausbau so richtig an Schub gewinnt, müssten auch Solarprojekte von Privaten, Unternehmen und Institutionen massiv zulegen. Dies will der Stadtrat mit vereinfachten Rahmenbedingungen, zusätzlichen Fördergeldern und durch konkrete Beratung bei Bauvorhaben erreichen. Um weitere Anreize zu schaffen, soll der Bezug von Solarstrom im Eigenverbrauch künftig nicht mehr zu einer geringeren Auszahlung des Effizienzbonus führen. Denn insbesondere für Grossverbraucher soll sich die Investition in eine Solaranlage zukünftig lohnen.

EWZ stellt Netzkapazitäten sicher

Die Umsetzung der PV-Strategie der Stadt Zürich wird in erster Linie in Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken Zürich (EWZ) erfolgen. Das EWZ stellt sicher, dass die Netzkapazitäten für den geplanten PV-Ausbau ausreichen. Gemäss einer Studie sollen Kapazitäten bis zu 500 GWh ausreichen, ohne dass signifikant teure Zusatzinvestitionen getätigt werden müssen.

Alle Beiträge
X